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Unter Humanitärer Hilfe (HH) versteht man die schnelle, unmittelbar
einsetzende Hilfe zur Beseitigung oder Linderung der Folgen akuter Notlagen.
Ohne schnelle internationale Humanitäre Hilfe würden Naturkatastrophen,
Kriege und Bürgerkriege noch mehr Menschenleben fordern. Deshalb
ist die Bereithaltung einer schnellen und effizienten Hilfe zu einem wichtigen
Aufgabenfeld für Regierungen und Hilfsorganisationen geworden.
HH kann bilateral oder multilateral sein, kommt aber in jedem Fall unmittelbar
den betroffenen Bevölkerungsgruppen zugute. Dabei muss Humanitäre
Hilfe hohen Qualitätsstandards entsprechen, politisch unabhängig
sein und sich nach den Bedürfnissen der Opfer richten.
Humanitäre Intervention
Unter Humanitärer Intervention (HI) wird ein militärischer Eingriff
in die Souveränitätsphase eines Staates verstanden. Dies geschieht
zum Schutz von Menschen, die sich in einer humanitären Notlage befinden,
sofern der betroffene Staat nicht fähig oder willens ist, diesen Schutz
zu bieten.
Prävention und Nachhaltigkeit
Folgenbewältigung allein reicht in der Humanitären Hilfe nicht
mehr aus. Untersuchungen belegen, dass langfristig Mittel, die für Maßnahmen
zur Frühwarnung und Prävention ausgegeben werden, zu vielfach höheren
Einsparungen bei der Katastrophenreaktion führen. Damit fließt
die Katastrophenprävention unabdingbar in die Strategien für nachhaltige
Entwicklung ein. Humanitäre Hilfe und Frühwarnung müssen zukünftig
noch stärker im Rahmen solch präventiver Strategien definiert werden.
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