Entwicklungszusammenarbeit
Unter dem Begriff der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) haben sich reiche Länder die Aufgabe gestellt, Armut in
Entwicklungsländern zu bekämpfen, mit dem Ziel, diese in die Weltwirtschaft zu integrieren. In diesem Zusammenhang
kann die Entwicklungszusammenarbeit als politisch stabilisierender Faktor betrachtet werden.
Dieses Kapitel befasst sich also mit der "Entwicklungszusammenarbeit", einer gesellschaftlichen und moralischen
Verpflichtung der reichen Industrienationen gegenüber den Entwicklungsländern. Die EZA ist medial weniger spektakulär
als die Humanitäre Hilfe. Dementsprechend schwieriger ist daher auch die zur Verfügungstellung von finanziellen
Mitteln, vor allem wenn diese über einen längeren Zeitraum mit Anspruch auf Nachhaltigkeit benötigt werden.
Nachhaltigkeit ist eine essentielle Frage sowohl in der EZA als auch in der Humanitären Hilfe: Ziel muss sein,
kurzfristig erfolgreiche Projekte in langfristige und sich selbsterhaltende Programme umgestalten zu können. Um
das zu ermöglichen müssen lokale Ressourcen an Fachkräften miteinbezogen werden und benötigen eine fundierte
Ausbildung. Dies bedeutet unter anderem Kenntnis und Berücksichtigung lokaler Bräuche und sozialer Strukturen.
Von Seiten der EZA-MitarbeiterInnen genügen daher Fachexpertise und Berufserfahrung allein nicht, vielmehr brauchen
MitarbeiterInnen im EZA-Bereich ergänzende Ausbildungsinhalte, zusätzlich zur eigenen Fachspezialisierung. Im
aktuellen Kurskatalog wurde mit der Aufnahme des neuen Abschnitts "Ethnologie" diesem Bedarf Rechnung getragen.
Dadurch soll der wichtige Punkt der ethno-sozialen Gegebenheiten als Voraussetzung für eine erfolgreiche EZA
unterstrichen werden.
Die unter "Ersteinsätze" angeführten Kurse vermitteln Grundkenntnisse für all jene, die an einem Ersteinsatz
in der Entwicklungszusammenarbeit interessiert sind.
Die Kurse im Abschnitt "Expertenkurse" sind für Personen, die bereits Berufserfahrung im Bereich
Entwicklungszusammenarbeit haben.
Für den Abschnitt "Spezialthemen" wurden Kurse und Veranstaltungen zu speziellen Themen wie Gesundheit,
Entwicklungspolitik, Menschenrechte sowie Friedenssicherung ausgewählt.
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